Kurz gesagt: Wählen Sie den Ladestrom mit etwa 10 Prozent der Batteriekapazität, die Sie am häufigsten laden, nehmen Sie ein 12/24-V-Gerät, wenn auch Transporter, Traktoren oder Lkw in die Werkstatt kommen, entscheiden Sie sich für Starthilfe, wenn Sie regelmäßig Fahrzeuge mit leerer Batterie starten müssen, und für ein fahrbares Modell, sobald das Gerät schwerer wird, als Sie bequem tragen. Für eine kleine Werkstatt reicht oft ein Helvi Progress oder Speedy, ein Betrieb mit hohem Durchsatz landet beim Sprint Car, Autostar oder Digicar.

Wie viel Ampere braucht ein Werkstattladegerät?

Die Faustregel für Bleibatterien lautet: Ladestrom etwa 10 Prozent der Kapazität in Ah. Eine 70-Ah-Batterie laden Sie bequem mit 7 A, eine 180-Ah-Transporterbatterie verlangt 16 bis 20 A, eine 230-Ah-Lkw-Batterie 25 A oder mehr. Mehr Ampere ist nicht automatisch besser: Ein zu hoher Ladestrom erwärmt die Batterie und verkürzt ihre Lebensdauer. Der Vorteil eines klassischen Ladegeräts mit Amperemeter wie dem Helvi Progress 20 (12/24 V, 16 A) ist, dass Sie den Ladestrom ablesen und mit dem Stufenschalter zurückregeln können.

Laden Sie vor allem Pkw und Motorräder, genügen der Progress 14 (6/12 V, 11 A) und der Progress 17 (12/24 V, 13 A). Für Transporter und Landmaschinen wählen Sie den Progress 25 (6/12/24 V, 25 A), den Artik 33 (12/24 V, 30 A) oder den Progress 35B (6/12/24 V, 38 A).

12 V oder 12/24 V?

Pkw, Wohnmobile und Boote arbeiten mit 12 V. Lkw, Traktoren, Radlader und viele Busse arbeiten mit 24 V. In einer Werkstatt ist ein 12/24-V-Gerät fast immer die bessere Wahl, weil Sie nie wissen, welches Fahrzeug morgen auf der Bühne steht. Fast alle Helvi-Modelle sind 12/24-V-Geräte; Ausnahmen sind die Einstiegsmodelle Speedy 150 und Rapid 280 (12 V) sowie der Autostar 300 (12 V). Müssen Sie auch Oldtimer oder alte Motorräder mit 6-V-Batterie versorgen, greifen Sie zum Progress 14, 25 oder 35B.

Wann brauchen Sie Starthilfe?

Ein Ladegerät mit Starthilfe liefert kurzzeitig einen hohen Strom, um ein Fahrzeug mit leerer Batterie zu starten, ohne vorher stundenlang zu laden. Für eine Werkstatt, in der täglich Fahrzeuge ankommen, die nicht mehr anspringen, ist das reine Zeitersparnis. Der Speedy 250 (12/24 V, 27 A) und die Modelle Rapid 380/480 sind kompakte Ladegeräte mit Boost-Funktion für Pkw und Transporter. Arbeiten Sie mit modernen Fahrzeugen voller Elektronik, wählen Sie ein Modell mit CPS wie den Autostar 500 (12/24 V, 55 A, 320 A nominal, 450 A Spitze). Das Car Protection System schaltet den Boost automatisch ein und aus und schützt den Ausgang gegen Spannungsspitzen.

Wann lohnt sich ein fahrbares Ladegerät?

Ab etwa 40 A Ladestrom wird ein Ladegerät schwer. Die Sprint-Car-Serie (341, 441, 540 und 640 mit 45 bis 75 A) und die großen Autostars (701, 1001, 1300 und 2000 mit 75 bis 150 A) stehen deshalb auf Rädern mit Griff. Sie fahren das Gerät zum Fahrzeug statt umgekehrt. Für Betriebe mit Lkw und Landmaschinen ist der Digicar 1100E + Supply interessant: 100 A Ladestrom, 400 A Startstrom, Batterietypwahl am Bedienfeld, Timer und ein Supply-Modus für Diagnosearbeiten.

Welche Helvi-Serie passt zu welcher Werkstatt?

  • Kleine Werkstatt, Motorradhändler, Hobbywerkstatt: Progress 14/17/20, Artik 22, Discovery 60 oder Voyager 8.
  • Kfz-Betrieb mit Wartung und Prüfung: Speedy 250/430, Rapid 380/480 oder Autostar 300/500 mit Starthilfe.
  • Nutzfahrzeuge, Landwirtschaft, Transport: Sprint Car 441/540/640, Autostar 701/1001 oder Digicar 540E, alle fahrbar und 12/24 V.
  • Vertragswerkstatt mit Diagnose und Neuprogrammierung: Explorer 120 oder 130 als Stützversorgung neben einem normalen Ladegerät.

Häufige Fragen zu Werkstattladegeräten

Kann ich ein 24-V-Ladegerät auch an einer 12-V-Batterie nutzen?

Ja, alle 12/24-V-Modelle von Helvi haben einen Spannungswahlschalter. Stellen Sie die Spannung immer ein, bevor Sie die Klemmen anschließen; eine 12-V-Batterie mit 24 V zu laden, beschädigt die Batterie. Progress 25 und 35B schalten sogar zwischen 6, 12 und 24 V um, praktisch für Oldtimer und alte Motorräder.

Wie lange dauert das Laden einer leeren Batterie?

Teilen Sie die Kapazität durch den Ladestrom und rechnen Sie etwa 20 Prozent für Verluste hinzu. Eine leere 100-Ah-Batterie ist mit 10 A also in rund 12 Stunden voll. Mit einem 25-A-Gerät halbieren Sie die Zeit, sofern die Batterie diesen Strom verträgt. Ein Gerät mit Amperemeter zeigt Ihnen, wann der Ladestrom zurückgeht und die Batterie voll wird.

Muss ich die Batterie vom Fahrzeug abklemmen?

Bei einem klassischen Ladegerät ohne Spannungsspitzenschutz ist das bei modernen Fahrzeugen ratsam. Bei den Autostar- und Digicar-Modellen mit CPS sowie bei den elektronischen Voyager- und Discovery-Geräten kann die Batterie angeschlossen bleiben, sodass Einstellungen und Radiocodes erhalten bleiben.

Welchen Helvi wählen Sie?

Das komplette Sortiment finden Sie auf der Helvi-Markenseite.